Was in der Bauphase auf den Bauherrn zukommt

Eigentlich hatten wir uns den Bau unseres Eigenheims etwas einfacher vorgestellt, obwohl wir von vornherein beschlossen haben, einiges an Eigenleistungen mit hinein zu stecken. Zuerst einmal machte uns Petrus einen Strich durch die Rechnung und der Baubeginn verzögerte sich. An der Stelle waren wir schon einmal froh, dass wir unsere Baufinanzierung als Abrufkredit hatten auslegen lassen und dadurch nur die ganz niedrigen Bereitstellungszinsen zahlen mussten.

Das zweite Problem ergab sich durch die Verzögerung beim Hausbau bei unserer bisherigen Wohnung. Wir hatten nämlich im Mietvertrag ein halbes Jahr Kündigungsfrist und vorsorglich rechtzeitig gekündigt. Leider ließ der sich nicht verlängern, weil der Eigentümer schon einen Vertrag mit einem Nachmieter hatte. Und so mussten wir in den sauren Apfel beißen und in unser Eigenheim einziehen, bevor es endgültig fertig gestellt war. Im Nachhinein ist aber anzumerken, dass sich das wirtschaftlich positiv ausgewirkt hat, denn uns blieb die Doppelbelastung aus der vollen Höhe der Kreditraten und der Mieter erspart.

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Eine echte Herausforderung war die Umzugsphase. Unsere Urlaubstage wollten wir dafür nämlich nicht in Anspruch nehmen. Als Bauherr war ich zur Kontrolle und zum Arbeiten zusammen mit Freunden so gut wie jeden Tag auf der Baustelle. Also blieb die gesamte Arbeit beim Packen an meiner Frau hängen. Die kleineren Sachen habe ich nach und nach schon mit unserem Auto mitgenommen und in der fertig gestellten Tiefgarage eingelagert. Das wirkte sich günstig auf die Kosten für den Umzugstransport aus, denn am Ende blieben wirklich nur noch die großen Möbel übrig.

Und nach dem Hausbau haben wir uns erst mal eine Ruhephase gegönnt. Den Anspruch, den kompletten Garten auch gleich noch zeitnah fertig zu stellen, haben wir zu Gunsten unserer Gesundheit zurück gestellt. Deshalb sah es im ersten Sommer ein wenig öde aus, aber dafür ist unser Garten im nächsten Frühjahr umso schöner geworden.

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